Der gesunde Fuß

Der gesunde Fuß

Was ist ein gesunder Fuß?

Unsere Füße spielen eine sehr wichtige Rolle in unserem Leben (vor allem der gesunde Fuß), weshalb wir sie schätzen und pflegen sollten.

Wussten Sie, dass wir in unserem Leben durchschnittlich 180.000 Kilometer zu Fuß zurücklegen? Das ist so, als würde man in seinem Leben viermal um die Welt laufen. Und in dieser Zahl sind Laufen und Sport noch nicht einmal enthalten.

Wir sind sicher, dass nur wenige Menschen über die Leistung unserer Füße nachdenken.

gesunde Füße
gesunde Füße auf Steine

Die Füße sind das Fundament unseres Bewegungsapparates und halten uns im Gleichgewicht. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass unsere Füße ein Leben lang gesund bleiben.

Obwohl die Füße so wichtig für ein gesundes Leben sind, wurde ihre Wechselwirkung mit dem übrigen Körper bisher kaum erforscht. Die Fußsohle ist die am besten durchblutete Hautregion des Körpers. Der Kontakt mit dem Boden wird von zahlreichen Rezeptoren wahrgenommen und als Information an das Gehirn weitergeleitet.

Wenn die Füße also in engen Schuhen mit dicken Sohlen stecken, geht der sensible Tastsinn verloren. Körperwahrnehmung, Gleichgewicht, Gangart, Durchblutung und Stimulation von Nerven, Muskeln und schließlich Beweglichkeit werden durch den direkten Kontakt zwischen Haut und Boden wiedergewonnen und vervielfacht.

Fußprobleme reichen von vorübergehenden Schmerzen bei überdehnten Sehnen und Bändern bis hin zu Fußpilz, Hühneraugen, Schwielen, eingewachsenen Zehennägeln, Senkfuß, Plattfuß und Spreizfuß. Schwere pathologische Veränderungen können auch in den Zehen oder im Fußgewölbe auftreten und den ganzen Körper betreffen. Der gesunde Fuß sieht anders aus.

Unsere Füße zeigen immer vollen Einsatz.

Oftmals sind sie in zu engen oder zu hohen Schuhen gefangen und bekommen zu wenig Luft. Aber sie haben es nicht verdient. Wir müssen uns um unsere Füße kümmern, denn wehe, sie werden schwach oder krank.

Schlechtsitzende oder ungeeignete Schuhe können dazu führen, dass sich Hühneraugen und Schwielen bilden, die Zehennägel schlecht wachsen und starke Schmerzen verursachen. Darüber hinaus können Fehlhaltungen und Überlastungen der Knochen von der Fußwurzel bis zu den Zehen dazu führen, dass sich die Füße im Laufe der Jahre verformen.

So können sich beispielsweise Schiefzehen oder Hallux valgus (Schiefstand der Großzehe) bilden. Bei Durchblutungsstörungen und Diabetes benötigen die Füße besondere Aufmerksamkeit. Denn das diabetische Fußsyndrom kann als schwerwiegende Komplikation eines dauerhaft hohen Blutzuckerspiegels auftreten.

Gefährlich, weil die Betroffenen ihr Gefühl verlieren und nicht merken, wenn ihnen etwas schmerzt. Erhöhter Blutzucker zerstört allmählich die Nervenenden in den Füßen und Beinen, so dass der gesamte Blutkreislauf gestört wird. Die Hauptursache für diabetische Füße ist ein jahrelang hoher Blutzuckerspiegel.

Der Fußabdruck

Unsere Füße hinterlassen einen Fußabdruck von etwa 100 Quadratzentimetern (bei Frauen etwas weniger und immer abhängig von der Größe des Fußes). Dieser Fußabdruck muss unser Gewicht tragen und für Stabilität sorgen.

Die Stabilität unseres Körpers wird durch 28 Knochen mit mehr als 30 Gelenken, 100 Bändern und 20 Muskeln gewährleistet, die alle fein aufeinander abgestimmt sind. Beim Tragen von Schuhen mit Absätzen, vor allem bei Frauen, wird der Fußabdruck zu stark reduziert und verschiebt sich in Richtung des Vorfußes.

Daher muss das gleiche Gewicht von einer deutlich kleineren Grundfläche getragen werden. Das ist auf Dauer anstrengend, vielleicht sogar schmerzhaft und führt zu Veränderungen in der Statik des Fußes. Die Auswirkungen solcher Veränderungen können in den Knien, den Hüften und im Rücken bis hin zum Kopf schmerzhaft spürbar sein“. Eines ist also klar: Frauen sollten auf ihr Schuhwerk achten und nur sehr gelegentlich hohe Absätze tragen.

Fußverletzungen oder -deformitäten sind leider immer häufiger anzutreffen.

Die häufigsten Fußerkrankungen sind Plattfüße, Hallux valgus, Nagelveränderungen, Pilze, Hühneraugen, Hühneraugen, Fußpilz, geschwollene Füße, Plattfüße, Hohlfüße, Senkfüße, Nagelbettentzündungen, instabile Knöchel und das diabetische Fußsyndrom. Der gesunde Fuß sieht anders aus.

Zahlt etwas die Krankenkasse?

Neu ist: Seit dem 1. Juli 2020 können Ärzte auch podologische Behandlungen für Patienten mit pathologischen Schäden am Fuß infolge einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie oder infolge einer neuropathischen Schädigung infolge eines Querschnittssyndroms verordnen. Ist eine Fußpflege aufgrund von krankhaften Veränderungen des Fußes infolge von Diabetes mellitus (diabetisches Fußsyndrom ohne Hautdefekte), Neuropathien oder Querschnittslähmung erforderlich, zahlt die Krankenkasse. Ihr Arzt kann Ihnen auch eine podologische Therapie verordnen, wenn bei Ihnen ein diabetisches Fußsyndrom mit Gefühls- und/oder Durchblutungsstörungen diagnostiziert wurde. Die Vorsorge für den gesunden Fuß.

Ein gesunder Fuß

Der gesundee Fuß hat in der Mitte ein schmales Gewölbe. Der Fußabdruck zeigt den Vorfuß, den Mittelfuß und den Rückfuß.

Richtiges Gehen ist eine Voraussetzung für einen gesunden Fuß. Es gibt zwei Möglichkeiten: Gehen mit dem Fußballen oder Marschieren mit der Ferse.

Richtig: Beim Gehen mit dem Fußballen berührt der Vorfuß zuerst den Ballen und erst dann die Ferse den Boden. Das schont Sehnen, Bänder und Gelenke und stärkt die gesamte Fußmuskulatur.

Falsch: Beim Gehen auf der Ferse setzt der Fuß zunächst auf der Ferse auf und rollt dann zu den Zehen ab. Der Ball wird nach hinten geschoben. Das bedeutet mehr Anstrengung und führt oft zu Gelenk- oder Bandscheibenproblemen in der Wirbelsäule. Die meisten Menschen benutzen diesen Gang im Alltag unbewusst.

Gehen mit den  Fußballen
Gehen mit den Fußballen
Es gibt mehrere Tipps für leichte Übungen zur Stärkung der Fußmuskulatur:
  • Versuchen Sie, verschiedene Gegenstände zwischen Ihren Zehen und dem Ball zu greifen und anzuheben, z. B. einen kleinen Ball.
  • Strecken oder beugen Sie wiederholt die Zehen. Versuchen Sie dann, Ihren großen Zeh anzuheben.
  • Gehen Sie auf Zehenspitzen.
  • Gehen Sie so oft wie möglich barfuß (fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie ein diabetisches Fußsyndrom haben).
  • Wenn Ihre Füße im Alltag durch viel Bewegung oder langes Stehen stark beansprucht werden, dehnen und massieren Sie Ihre Füße regelmäßig.
  • Hier sind einige Dehnungsübungen:
  • Legen Sie Ihre Handfläche auf Ihre Zehen.
  • Dann beugen Sie die Zehen.
  • Ziehen Sie den Fuß so weit wie möglich zu sich heran.
  • Dann strecken Sie den Fuß von sich weg und zu sich hin, indem Sie die Zehen einrollen.
  • Ziehen Sie nun den von Ihrer Hand umschlossenen Fuß mit den eingezogenen Zehen zum Schienbein.
  • Wiederholen Sie die Übung zehnmal.
Gönnen Sie Ihren Füßen nach den Dehnübungen eine Massage:
  • Drücken Sie mit leichtem Druck vom Knöchel in Richtung der Zehen und nach hinten.
  • Durch kreisende Bewegungen mit dem Daumen können Sie die Fußsohle von der Ferse bis zu den Zehen massieren.
  • Ziehen Sie jede Zehe einzeln zwischen Daumen und Zeigefinger auf und ab.
  • Wiederholen Sie die Massage mehrmals und verwenden Sie dabei eine Creme, die Ihnen gut tut.

Gute Fußpflege

Um Fußkrankheiten vorzubeugen, sollten Sie Ihre Füße gut pflegen. Zum Beispiel eine regelmäßige Pediküre (zu Hause oder bei einem Fachmann/Fachfrau) alle vier Wochen, je nachdem, wie schnell Ihre Zehennägel wachsen und wie hart die Haut ist. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihre Nägel schneiden oder Ihre Füße pflegen sollen, hilft Ihnen ein Besuch bei einem Podologen. Hochwertige und erschwingliche Fußpflegegeräte sind auch in Geschäften und im elektronischen Handel erhältlich. Fußpflegegeräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie flexibel, einfach zu bedienen und platzsparend sind.

Ein Fußsprudelbad ist sehr entspannend für die Füße und trägt zur regelmäßigen Hygiene bei, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Ein Fußbad beruhigt die Nerven durch gezielte Stimulation, fördert die Durchblutung und aktiviert den Stoffwechsel.

Ein warmes Fußbad fördert nicht nur der gesunde Fuß, sondern kann auch entspannen, beruhigen und beim Einschlafen helfen. Das warme Wasser öffnet die Blutgefäße, was den Blutdruck senkt. Im Gegensatz zu einem kalten Fußbad, das den Kreislauf anregt, die Blutgefäße verengt und den Blutdruck erhöht.

Das lauwarme Fußbad bereitet die Füße ideal auf die anschließende Fußpflege vor, da die harte Haut aufgeweicht wird und sich dadurch leichter entfernen lässt.

Hilfe und Rat erhalten Sie von Podologen sowie von medizinischem Fachpersonal.

Pflegen Sie Ihre Füße, auch wenn Sie sie nicht sehen, denn sie tragen Sie Tag für Tag durchs Leben.